Leitbild für den Pfarrverband Mariahilf – St. Josef ob der Laimgrube


Grundinformationen:

Der römisch-katholische Pfarrverband Mariahilf – St. Josef ob der Laimgrube, der älteste im Vikariat Wien – Stadt, wurde im Jahre 1998 geschaffen. Sein Gebiet im 6. und 7. Gemeindebezirk liegt nahe dem Zentrum der Großstadt, was die Lebenssituation der hier Wohnenden prägt. Die geistliche Leitung ist den Patres des Michaelitenordens (CSMA) anvertraut, der seinen Hauptsitz in Polen hat. 

Die beiden Pfarrgemeinden sind voneinander unabhängig und nützen seit der Gründung des Verbandes die Vorteile der Zusammenarbeit. Raum zum Feiern und gleichzeitig Heimat haben eine philippinische und eine polnische Gemeinde, wie auch eine Pfadfindergruppe, gefunden.

Für alle im Pfarrgebiet lebenden Menschen, für alle Suchenden, für alle Interessierten soll das Leitbild Einladung, Orientierungshilfe und Denkanstoß zur gedeihlichen Zusammenarbeit sein.

Dieses Leitbild beschreibt für beide Pfarren gültige Ziele. An der Umsetzung dieser Ziele arbeitet der im März 2017 gewählte gemeinsame Pfarrgemeinderat (PGR), zusammengesetzt aus jeweils fünf gewählten Mitgliedern der Pfarren und den gemeinsamen pastoralen Angestellten. Die Aufgabe der Erhaltung der Gebäude, der Erstellung eines Haushaltsplanes und Budgets liegt in Händen des Vermögens- und Verwaltungsrates (VVR). Das Leitungsteam bestehend aus VertreterInnen der hauptamtlich Angestellten, der stellvertretenden Vorsitzenden des PGR und drei ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern übernimmt die Koordination.

 

Das Leitbild:

- Jesus Christus und sein Wort stehen im Zentrum des Glaubens und des Handelns.

Daraus ergeben sich die folgenden Ziele für alle pastoralen Bereiche:

- Die Gemeinden Mariahilf und St. Josef tragen durch ihr Pfarrleben und durch das Reden und Wirken ihrer Mitglieder die Botschaft Jesu Christi zu Gläubigen, Zweifelnden und auch zu solchen, die den Kontakt mit der Kirche weitgehend verloren haben.

- Die Mitglieder der Gemeinden empfangen die Freude an ihrem Glauben beim gemeinsamen Feiern und geben sie nach außen weiter. Die Gemeinschaft bietet Geborgenheit und inspiriert zu sinnvollem Einsatz für ihre Ziele. Organisierte und spontane Begegnungen führen zu vertiefenden Gesprächen, zur Teilnahme an bestehenden Gruppen und zu neuen Initiativen. Die besonderen Begabungen und Leistungen der aktiv Mitwirkenden kommen allen zugute und werden von allen geschätzt.

- Die Lebensfreude in den Gemeinden drückt sich in einer bunten Vielfalt von Angeboten und Aktivitäten aus. Im Zentrum steht die glaubwürdige Verkündigung der Botschaft Jesu Christi. Die äußere Form der Liturgie ist vielfältig und abwechslungsreich, um vielen Bedürfnissen entgegenzukommen. Sie wird immer sorgfältig und mit Bedacht vorbereitet und gestaltet, um dem Inhalt der Feier einen würdigen Rahmen zu bieten.

- Jeder Mensch hat eigene Glaubensanliegen, über die er mit anderen sprechen und deren Verständnis er vertiefen will. Die Gemeinden geben dafür Gelegenheit, zum Beispiel in Form von Gesprächskreisen, Vorträgen, Familienrunden, Gebetsgruppen, Bibelrunden,  Wallfahrten und Nightfever. Kontakt und Austausch mit anderen Konfessionen und Religionen sind dabei ein Anliegen.

- Die Menschen, die in den Gemeinden zusammenkommen, nehmen aufeinander Rücksicht. Sie akzeptieren unterschiedliche Haltungen und Herangehensweisen und unterstützen einander. Das zeigt sich im Umgang miteinander, in der Entwicklung einer von Zuneigung und Verständnis getragenen Konfliktkultur und in der Einhaltung jener Ordnung, die den anderen das Leben und die Arbeit für die Gemeinde erleichtert.

- Kinder sind stets willkommen. Sie werden durch eine besondere Form der Verkündigung angesprochen, die ihnen in den Gemeinden angeboten wird.

- Die Gemeinden des Pfarrverbandes sind interessiert am Miteinander aller Generationen, besonders am Engagement der Jugend. Diese findet und schätzt ihre Freiräume für Begegnungen.

- Zu allen besonderen Ereignissen, Feiern und Veranstaltungen wird versucht über eine große Bandbreite von modernen Kommunikationsmitteln möglichst viele Menschen und Zielgruppen anzusprechen und einzuladen.

 - Verantwortung für die uns geschenkte Schöpfung und die Bewahrung dieser einen Erde ist ein Schwerpunkt. Dies  zeigt sich im Feiern der Liturgie und im bewussten Handeln.

 

Bei der Umsetzung des Leitbildes lassen wir uns vom Heiligen Geist leiten. Die Beweggründe der Menschen, sich aktiv einzubringen, sind vielfältig. Zugrunde liegt das Sakrament der Taufe, aus dem alle berufen sind, Begabungen zum Nutzen der Gemeinschaft einzubringen und dadurch die Buntheit der Kirche sichtbar zu machen.